Schutz und Sicherung der Stromtrasse SüdLink in Niedersachsen
Anfrage der Abgeordneten Heike Koehler (CDU) an die Landesregierung, eingegangen am 05.03.2026
Die SuedLink-Trasse ist laut Medienberichten ein zentrales Projekt des deutschen Stromnetzausbaus und dient der Übertragung von elektrischer Energie über große Entfernungen im Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungsbetrieb. Mit der Trasse soll insbesondere die im Norden der Bundesrepublik aus erneuerbaren Quellen gewonnene Energie in zentrale und südliche Verbrauchsgebiete transportiert werden und so die Integration wetterabhängiger Erzeugungskapazitäten in das Stromnetz unterstützen. Mit einer Gesamtlänge von rund 700 km und einer Übertragungskapazität von vier Gigawatt entspricht die Leistung dieses Vorhabens der Erzeugungskapazität mehrerer Großkraftwerke und soll zur Stabilität und Versorgungssicherheit des gesamtdeutschen Stromsystems beitragen, indem Schwankungen in der Einspeisung ausgeglichen und Lastflüsse gesteuert werden können.
Die SuedLink Stromtrasse wird nach Planung von den beiden Übertragungsnetzbetreibern TenneT TSO GmbH und TransnetBW GmbH realisiert und ist im Netzentwicklungsplan Strom verankert.
1. Welche Behörden, Stellen oder Organisationen sind in Niedersachsen für den Schutz und die Sicherung der SuedLink-Trasse zuständig, und wie sind gegebenenfalls die Zuständigkeiten zwischen Landesbehörden, Bundesbehörden und den Vorhabenträgern geregelt?
2. Welche Schutz- und Sicherungsmaßnahmen werden in Niedersachsen derzeit im Zusammenhang mit der SuedLink-Trasse gegebenenfalls umgesetzt?
3. Welche weiteren Maßnahmen zum Schutz der Stromversorgung entlang der SuedLink-Trasse sind gegebenenfalls geplant und/oder befinden sich gegebenenfalls in Vorbereitung?
4. Unterscheiden sich etwaige Schutzmaßnahmen in der Bauphase von denen in der Betriebsphase?
5. Welche technischen Systeme zur Überwachung und Sicherung der SuedLink-Trasse werden in Niedersachsen eingesetzt (z. B. Videoüberwachung, Sensorik, Drohnen oder digitale Überwachungssysteme)?
6. In welchem Umfang kommen automatisierte oder KI-gestützte Systeme zum Einsatz, und welche Stellen sind für deren Betrieb, Auswertung und Kontrolle zuständig?
7. Auf welcher rechtlichen Grundlage beruhen die eingesetzten Schutz- und Überwachungsmaßnahmen, und welche landes-, bundes- oder europarechtlichen Vorschriften sind dabei maßgeblich?
8. Wie wird der Schutz personenbezogener Daten bei der Anwendung technischer Überwachungs- und Sicherungssysteme gewährleistet?
9. Welche Maßnahmen bestehen speziell zum Schutz von Umspannwerken im Zusammenhang mit der SuedLink-Trasse vor Sabotage, Vandalismus oder sonstigen sicherheitsrelevanten Eingriffen?
10. Gibt es hierfür landesspezifische Sicherheitskonzepte oder besondere Vorgaben?
11. Wie erfolgt die Abstimmung mit anderen Bundesländern entlang der SuedLink-Trasse in Bezug auf Schutz- und Sicherheitsmaßnahmen?
12. In welcher Form sind Bundesbehörden in diese Abstimmungsprozesse eingebunden?
13. Welche Rolle kommt den Kommunen in Niedersachsen beim Schutz und bei der Sicherung der SuedLink-Trasse zu?
14. Wird gewährleistet, dass Kommunen informiert, eingebunden oder unterstützt werden, ohne dass sicherheitsrelevante oder sensible Informationen preisgegeben werden? Wenn ja, wie?
15. Wie bewertet die Landesregierung die aktuelle Sicherheitslage der SuedLink-Trasse in Niedersachsen, und sieht sie weiteren Handlungsbedarf zur Erhöhung des Schutzes kritischer Energieinfrastruktur?
Die Kleine Anfrage finden Sie auch im NILAS (Niedersächsische Landtagsdokumentationssystem).